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Aktueller Hintergrund: Moskau. Internet-Sicherheit, Piraterie, Spam und Copyright sind Dauerthema auch in den russisch-amerikanischen Beziehungen. Zeitgleich zum Obama-Besuch in Moskau steigt auf Zypern das Gipfeltreffen der Porno-Webmaster AWMOpen 2009. |
Ukraine – Ein Land als Spiegelbild der Ost-West-SpaltungKiew. Die Geschichte hat den Ukrainern kein leichtes Erbe hinterlassen. Mitten im Land verlaufen die historischen Trennlinien zwischen Ost und West – ziemlich genau in der Mitte des Flusses Djnepr, der das Land in einem weiten S-Bogen in zwei Hälften teilt. Die Gegensätze sind bis heute überall spürbar – sprachlich, kulturell, religiös und ethnisch. Der Westen war traditionell katholisch, der Osten und Süden russisch-orthodox; der Westen spricht überwiegen ukrainisch, der Osten und Süden russisch. Ukraine – Zentrum der alten Kiewer Rus und der Russischen OrthodoxieIn der Ukraine liegen die Wurzeln des Russischen Großreichs. Die Kiewer Rus, im 9. Jahrhundert dank aktiver Entwicklungshilfe der Waräger aus dem Zusammenschluss mehrerer slawischer Stämme entstanden, erstreckte sich von den südukrainischen Steppen an der Krim bis an die Ostsee im Norden und bis zu den Wolgastädten Nischni Nogorod und Jaroslawl im Osten. Das Machtzentrum lag in Kiew, das zu jener Zeit eine der größten Städte Europas war. Auch die Handeslzentren Pskow und Nowgorod (Groß-Nowgorod) gehörten zur Kiewer Rus. Die Christianisierung Russlands nahm ihren Ausgang von Kiew aus. Kiew mit seinen Kirchen und Höhlenklöstern am rechten, westlichen Ufer des Djnepr war das religiöse und geistige Zentrum der Rus und der ganzen russisch orthodoxen Christenheit. In Kiew ließ Großfürst Wladimir im Jahre 988 sich und seine Untertanen im Dnjepr taufen. Vom Zentrum zur OkrainaDoch die Kiewer Rus zerfiel, die Macht Kiews schwand, die Tataren brannten das stolze Kiew nieder, die Bevölkerung floh in Richtung Nordost und das Zentrum verlagerte sich nach Moskau. Schon der Name Ukraine macht dies deutlich, denn das russische „okraina“ heißt soviel wie Randgebiet. Allerdings gehörte nur der östliche und südliche Teil der heutigen Ukraine zu Russland. Der Grenzfluss war im wesentlichen der Dnjepr. Der Westen der heutigen Ukraine stand erst unter dem Einfluss der katholischen polnisch-litauischen Rzeczpospolita, später dann war er Teil der (ebenfalls katholischen) k. u. k. Monarchie von Österreich-Ungarn. Erst im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges wurde die Ukraine in ihrer jetzigen Gestalt geformt (1954 durch eine Schenkung Chruschtschows lediglich noch um die bis dato russische Krim erweitert). Das alte Gebiet der Rzeczpospolita ist heute orangeAber die alten historischen Trennungslinien schlagen auch heute immer wieder durch: wenn bei den Wahlen der vergangenen Jahre die Westhälfte der Ukraine „orange“ wählte und der Osten und Süden „blau“, so verlief die Trennungslinie zwischen den beiden Blöcken immer ziemlich genau entlang der Grenze des alten Polnisch-Litauischen Großfürstentums, entlang des Dnjepr, der Grenze zwischen „Rom“ und dem „Dritten Rom“, wie Moskau auch genannt wird. Seit der Unabhängigkeit im SpannungsfeldDie moderne Ukraine ist ein junger Staat. Die Unabhängigkeit des flächenmäßig zweitgrößten Staates Europas wurde erst am 24. August 1991 erklärt. Die UdSSR, zu der die Ukrainische Sowjetrepublik bis dahin zählte, wurde offiziell sogar erst Ende 1991 aufgelöst. Der erste Staatschef, Leonid Krawtschuk, stammte als Mitglied des Politbüros noch aus der sowjetisch-kommunistischen Nomenklatura. Krawtschuk stützte sich allerdings Anfang der 90er Jahre auch auf die ukrainische Nationalbewegung, um den Machtkampf im Land zu gewinnen. Es ist seither das Schicksal aller ukrainischen Präsidenten, dass sie den Spagat zwischen dem westlich orientierten und gleichzeitig nationalistischen Westen des Landes und dem russischen Osten der Ukraine bewältigen müssen. Richtig gelungen ist dies bisher keinem der drei Amtsträger. Während sich Krawtschuk und sein Nachfolger Leonid Kutschma vorwiegend auf die Bergarbeiter im russischfreundlichen Osten des Landes stützen, wird der jetzige Präsident Viktor Juschtschenko vom Westteil der Ukraine getragen. Ukrainisch als einzige Staatssprache – |
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Lemberg sucht den Anschluss an Westeuropa (Thomas Veser)
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Drogen und Politk - ukrainischer Cocktail (Charkow/Kiew.)
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